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Erfahrungsberichte
Manchmal ist es ein Unfall, manchmal eine Rückenerkrankung – und immer öfter eine psychische Erkrankung, die zum beruflichen „Aus“ führt. Aber zum Glück hat die deutsche Gesetzgebung mit der beruflichen Rehabilitation eine Möglichkeit zur Rückkehr ins Arbeitsleben geschaffen. Lesen Sie hier ermutigende Beispiele von Menschen, die eine neue Perspektive im Leben fanden.
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Den Wiedereinstieg erleichtert
Ehemaliger Rettungsassistent ergreift Chance zur Umschulung
Rückenschmerzen haben sich zu einer Volkskrankheit entwickelt, am häufigsten ist die Lendenwirbelsäule von einem Bandscheibenvorfall betroffen. Dass musste auch Michael Rath* erfahren: Nach langen Jahren körperlicher Arbeit spielte der Rücken des Rettungsassistenten nicht mehr mit: Er verlor seinen Job. Doch Dank einer beruflichen Rehabilitation gelang ihm schließlich der Wiedereinstieg in Arbeit.
Bandscheibenvorfälle ereignen sich in der Regel zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr. Michael Rath war erst Anfang 30, als er immer häufiger aufgrund chronischer Rückenschmerzen krank geschrieben wurde. Aber seine langjährige einseitige berufliche Belastung forderte unerbittlich ihren Tribut. Zum Schluss verlor er seinen Job, ein herber Rückschlag, der seine Gesundung noch einmal zurückwarf. In seinen alten Beruf würde er nun nicht wieder zurückkehren können. Nur eine Umschulung in einen neuen Beruf würde eine Veränderung seiner gesundheitlichen Situation bedeuten. Über die Arbeitsagentur Köln erfuhr er von der Möglichkeit einer Beruflichen Rehabilitationsmaßnahme, die auch von der Bundesagentur für Arbeit finanziell gefördert würde. Die Frage lautete: Welcher Beruf kam für ihn in Frage? Anfang 2007 unterzog er sich im Berufsförderungswerk (BFW) Köln zunächst einem körperlichen Belastungstest. Anschließend wies ihm die Berufsfindung, in der über drei Monate seine Stärken und Fähigkeiten ausgelotet wurden, den weiteren Berufsweg: Ideal für ihn sei eine Ausbildung als Technischer Zeichner, so das Ergebnis. Hier bieten sich zum einen verschiedene Arbeitsbereiche an, zum anderen wird der Rücken nicht durch ständiges Bücken und Heben von schwerem Gewicht belastet, sondern kann durch abwechselnd sitzende oder stehende Bürotätigkeiten entlastet werden. Während der anschließenden zweijährigen Qualifizierungsmaßnahme im BFW absolvierte er ein Praktikum bei einer Firma, die Verfahren in der Filtrationstechnik entwickelt. Michael Rath ging mit Power in seine Umschulung: „Mein Ziel stand fest, der erfolgreiche Abschluss als Technischer Zeichner vor der IHK!” Gesagt – getan! Heute arbeitet der inzwischen 35-Jährige als Technischer Zeichner im Konstruktionsbüro einer Firma, die seit über 35 Jahren auf dem Gebiet des Anlagenbaus tätig ist. Die Arbeit macht ihm Freude und er sagt: “Die Chance einer Ausbildung zum Technischen Zeichner war für mich der Garant für den Wiedereinstieg in den Beruf.”
*Name von der Redaktion geändert

