Rückkehr in den Beruf nach Krankheit oder Unfall


Erfahrungsberichte


Manchmal ist es ein Unfall, manchmal eine Rückenerkrankung – und immer öfter eine psychische Erkrankung, die zum beruflichen „Aus“ führt. Aber zum Glück hat die deutsche Gesetzgebung mit der beruflichen Rehabilitation eine Möglichkeit zur Rückkehr ins Arbeitsleben geschaffen. Lesen Sie hier ermutigende Beispiele von Menschen, die eine neue Perspektive im Leben fanden.


Neustart nach schwerer Allergie

Eine Krankenschwester blickt zuversichtlich in die Zukunft

 

In Deutschland stehen allergiebedingte Krankheiten an der Spitze der Berufskrankheiten. Auch die examinierte Krankenschwester Stefanie H. war durch eine schwere Allergie gegen Desinfektionsmittel nicht mehr in der Lage, ihren Beruf auszuüben.


So stand die leidenschaftliche Krankenschwes­ter vor einem großen beruflichen Dilemma. Da die Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz krankheitsbedingt nicht mehr möglich war, wurde in ihrem Fall die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hinzugezogen. Die BGW sorgte für die medizinische, berufliche und soziale Reha­bilitation und übernahm alle mit den Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben entstehenden Kosten. Das war die zweite Chance für Stefanie H. Das Berufsförderungswerk (BFW) in Köln ermöglichte Stefanie H. eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen. Für die IHK-geprüfte Ausbildung absolvierte sie eine Umschulung in Form einer Teilzeit-Ausbildung, die ihr innerhalb der Umschulung flexible Anwesenheitszeiten im BFW ermöglichte. Ein besonderes Angebot, das der zweifachen Mutter die Möglichkeit bot, eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu absolvieren. Im Rahmen dieser Qualifizierung absolvierte die heute 39-Jährige ein dreimonatiges Praktikum in der Verwaltung eines Kölner Krankenhauses und wurde anschließend mit einer festen Teilzeitstelle übernommen. „Frau H. brachte eine Menge Erfahrungen aus dem Medizinbereich, kaufmännisch-fachliche Kompetenz und vor allen Dingen hohes Engagement und viel Eigeninitiative mit“, so der stellvertretende Geschäftsführer und Personalleiter der Kölner Klinik. Und auch Stefanie H. ist zufrieden, „weil das flexible Arbeitszeitmodell meiner Familie und den Anforderungen meines Arbeitgebers gerecht wird.“