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Tipps & Alltagshilfen
Vor der Stellenbesetzung steht das Bewerbungsverfahren: Wer sich auf die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz macht, kommt um eine gute Bewerbung nicht herum. Wir geben Ihnen Tipps, wie Ihre Bewerbung gut ankommt!
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Bewerben – aber richtig!
Tipps zur erfolgreichen Bewerbung
Kaum ein Job wird ohne eine schriftliche Bewerbung und mit einem anschließenden Bewerbungsgespräch vergeben. Die offizielle Bewerbung um einen Arbeitsplatz ist demnach ein “Muss”, gleichzeitig aber auch die Chance, sich als idealer Mitarbeiter zu empfehlen. Es lohnt sich also, sich ausführliche Gedanken über die eigene Bewerbung zu machen.
Vorbereitung auf die Bewerbung
Bevor Sie sich bewerben, sollten Sie sich mit Ihrer Berufsplanung befassen. Wenn Sie einen neuen Arbeitgeber suchen, brauchen Sie eine "Bestandsaufnahme" von sich.
Stellen Sie dazu zuerst Ihre eigene Berufsplanung auf
- Welcher Beruf ist für mich am besten geeignet?
- Welcher Arbeitgeber bringt mich meinem Berufsziel nahe?
- Habe ich die fachlichen und persönlichen Qualifikationen?
Erstellen Sie Ihr Qualifikationsprofil
- Welche Qualifikationen besitze ich?
- Welche Weiterbildungen/Seminare haben ich besucht?
- Welche Position habe ich ausgefüllt?
- Welche Aufgaben erledige ich jetzt bzw. früher?
- Welche Aufgaben kann ich erledigen?
- Welche Qualifikationen kann ich noch beruflich einsetzen?
- Übernehme ich auch außerberuflich Verantwortung?
Erstellen Sie Ihr persönliches Eigenschaftenprofil
- Kreativität
- Kontaktfähigkeit
- Durchsetzungsfähigkeit
- Teamgeist
- Flexibilität
- Lernbereitschaft
- Selbstständigkeit
- Mobilität
Ein überzeugender Lebenslauf
Der Lebenslauf ist die entscheidende Unterlage, anhand derer Sie beurteilt werden. Häufig ist das erste Beurteilungskriterium, das der Betrachter aus Ihrem Lebenslauf ermittelt, die durchschnittliche Verweildauer in den einzelnen beruflichen Positionen.
Wenn er überzeugen soll, sollten er möglichst individuell und aktuell auf den angepeilten Arbeitsplatz zugeschnitten sein.
Der Lebenslauf sollte knapp und sachlich sein und alle möglichen Fragen zu Ihrem Werdegang klar beantwortet. Er sollte nicht länger als 2 DIN A4-Seiten lang sein. Ein tabellarisch gestalteter Lebenslauf, ausgedruckt und nicht handgeschrieben, gilt heute als Standard.
Angaben zur Person
- Geben Sie Namen, Geburtsdatum und -ort sowie den Familienstand an.
- Wenn Sie Kinder haben, geben Sie sie mit Geschlecht und Alter an.
- Keine Geburtsnamen, Hochzeitsdaten, Namen der Kinder, etc.
- Namen und Beruf Ihrer Eltern haben im Lebenslauf nichts zu suchen.
- Vermeiden Sie die Auflistung alltäglicher Hobbys. Hobbys sind nur dann sinnvoll, wenn Fähigkeiten vermittelt werden, die den Anforderungen des Stellenangebots entsprechen. Beispiel: Teamsportart = Teamfähigkeit
Zur Ausbildung
- Bei mehr als zehn Jahren Berufspraxis sollten Sie nur den letzten abgeschlossenen Ausbildungsschritt anführen. Ansonsten alle Schritte inklusive Grundschule.
- Geben Sie die Art der Schule oder des Institutes, den Abschluss und beim letzten Abschluss die Abschlussbewertung an. Die Bundeswehr bzw. den Zivildienst mit Datum, Ort, Aufgabe und Waffengattung und letztem Dienstgrad angeben.
- Keine Ausbildungsnachweise und Bescheinigungen von Fähigkeiten, die nicht in der Stellenanzeige genannten werden.
- Zusatzqualifikationen oder Fortbildungsmaßnahmen angeben, die in Bezug zur ausgeschriebenen Stelle stehen.
- Legen Sie für alle angeführten Fortbildungen Zeugniskopien bei.
Zum Beruf
- Berufliche Schritte klar darstellen: Firma, Ort, Aufgabe, Verantwortung.
- Änderungen der Position innerhalb derselben Firma nicht in der linken Spalte zeitlich herausstellen.
- Vom Unternehmen begründete Schritte (Konkurs, Umzug in eine andere Stadt, etc.) im Lebenslauf mit angeben.
Allgemeines
- Alle Zeitangaben im Lebenslauf sollten möglichst genau sein, die Jahreszahl (2006) und auch den Monat hinzufügen (3/06).
- Achten Sie darauf, dass der Lebenslauf lückenlos ist. Einzelne Monate ohne Beschäftigung sollten klar sein, zum Beispiel: "Nov 2008 Aufenthalt in USA" oder "Juni 2008 arbeitslos".
- Liegt die Verweildauer in den einzelnen Positionen unter 2 Jahren oder hatten Sie insgesamt mehr als 8 Arbeitgeber, besteht die Gefahr dass sie schon sehr früh im Selektionsprozess aussortiert werden. Vermeiden Sie dies und erläutern Sie die besonderen Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
- Persönliche Gründe für einen Unternehmenswechsel, wie zum Beispiel Heirat, Scheidung oder Todesfall in der Familie sollten erwähnt werden.
Das richtige Anschreiben
Das Anschreiben soll überzeugen und für den Bewerber einnehmen. Es ist neben dem Lebenslauf die wichtigste Komponente in einer Bewerbung.
Der Anschreibenkopf
Das Anschreiben besteht aus einem DIN A4-Blatt. Auf diesem Blatt muss Ihre Adresse, die Adresse des Unternehmens, eine Betreffzeile, der eigentliche Anschreibentext, das aktuelle Datum, Ihre Unterschrift und die Anlagenbezeichnung enthalten sein.
Die Firmenadresse gehört in die Position: links oben unter den Absender.
Achten Sie auf die fehlerfreie Nennung des Firmennamens, besonders auf die Rechtsform.
Der in der Anzeige genannte Sachbearbeiter gehört mit in die Adresse Ihres Anschreibens.
Schreiben Sie in die Betreffzeile, auf welche Anzeige Sie sich beziehen, wo und wann die Anzeige erschien.
Als Anrede verwenden Sie die persönliche Form: "Sehr geehrter Herr Meier,". Machen Sie keine Schreibfehler in dem Namen. Nach der Anrede empfiehlt sich ein Komma, das liest sich flüssiger als mit Ausrufezeichen.
Der Anschreibentext
Der Anschreibentext gliedert sich in 3 Bereiche, ohne diese Gliederungsbereiche im Text hervorzuheben:
Bereich Qualifikation
Beschreiben Sie Ihre Qualifikation, gehen Sie dabei auf die Anzeige ein und erläutern Sie, mit welchen Ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen die im Anzeigentext dargestellten Aufgaben bewältigt werden.
Bereich Motivation
Beschreiben Sie warum Sie diese Aufgabe übernehmen möchten. Was interessiert Sie an dieser speziellen Aufgabe? Schreiben Sie ruhig, wenn es den Tatsachen entspricht, was an dem Unternehmen oder den Produkten des Unternehmens sie begeistert.
Wenn Sie eine ungekündigte Stellung verlassen wollen, erklären Sie die Motivation dafür, z. B.: " ... gibt es für mich keine Chancen, mich beruflich weiterzuentwickeln..."
Bereich Übergang
Fordern Sie das Unternehmen zur Kontaktaufnahme auf. Bieten Sie an, Ihre Qualifikation bei einem persönlichen Gespräch zu überprüfen. Falls Sie schwer zu erreichen sind, erklären Sie, wann und wie die beste Möglichkeit besteht, mit Ihnen telefonisch Kontakt aufzunehmen.
Anfang
Vermeiden Sie als Eingangssatz "Hiermit bewerbe ich mich...". Verwenden Sie statt dessen "in Ihrer Anzeige vom ... beschreiben Sie eine berufliche Aufgabe, die mich besonders interessiert ", "... mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen und möchte mich Ihnen als ... vorstellen".
Zusätzliche Information wie Referenzen lassen sich gut im P.S. einsetzen: "Auf Wunsch nenne ich Ihnen Namen und Telefonnummern meiner bisherigen Vorgesetzten als Referenz."
Zur Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen haben Sie drei Möglichkeiten, zu der es aber keine Regel gibt: 1. Sie ignorieren die Aufforderung und riskieren aussortiert zu werden. 2. Sie nennen einen Betrag. 3. Sie finden eine Formulierung nach dem Muster "Bei einem persönlichen Gespräch, in dem ich mehr zur Position und deren Umfeld kennenlernen möchte, kann ich meine fairen Gehaltsforderungen klar formulieren.“
Abschluss
Sätze wie "Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch - vorab auch gerne telefonisch - zur Verfügung." oder "Sollten Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zusagen, stehe ich Ihnen gerne zu einem Vorstellungsgespräch zur Verfügung."
Als Abschied wird die Unterschrift eigenhändig nicht zu klein/nicht zu groß möglichst mit Füller unterschreiben. Nicht mit einem Kugelschreiber unterschreiben. "Mit freundlichen Grüßen" ist die Abschiedsformel.
Wichtig: Achten Sie auf Schreibfehler, vor allem in der Adresse des Unternehmens. Und lassen Sie den Text von anderen Personen gegenlesen.

