Rückkehr in den Beruf nach Krankheit oder Unfall


Tipps & Alltagshilfen


Krisenzeiten wirken sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus: Während die einen mit körperlichen Verspannungen in der Muskulatur oder mit Kopfschmerzen reagieren, leiden andere unter psychischen Verstimmungen bis hin zu Depressionen. Unabhängig davon, um welchen Typ es sich handelt, gibt es einige hilfreiche Tipps.


Krisen als Chancen

Den Anforderungen richtig begegnen

 

„Das Leben ist kein Ponyhof“ – humorvoll bringt es Bernd Stromberg alias Christoph Maria Herbst  auf den Punkt: Es gibt Zeiten, die alles andere als leicht sind. Krankheiten gehören dazu, die Trennung von einem geliebten Menschen oder der Verlust der Arbeit. Solche Lebenskrisen können ganz schön stressen – doch Betroffene haben Einfluss darauf, wie sie den besonderen Anforderungen in dieser Zeit begegnen.

 

 



Suchen Sie Unterstützung


Es ist wichtig, sich in einer Krise nicht zurückzuziehen. Die Menschen in Ihrem Umfeld können oft mehr Unterstützung geben als Sie vermuten – und über Sorgen zu sprechen, ist ein hilfreicher Weg, um sie zu bewältigen. Manchmal verlieren wir unsere Objektivität und übertreiben das Ausmaß unserer Probleme, dann können andere Menschen uns wieder auf den Boden der Tatsachen holen und unseren Blick in eine andere Richtung lenken.



Verändern Sie Ihre Einstellung – denken Sie zuversichtlich


Akzeptieren Sie Ursachen, die sich nicht ändern lassen als Bestandteil Ihres Lebens, aber überprüfen Sie, was Sie ändern können – manchmal sind es vor allem die eigenen Gedanken. Ihre Verzweiflung ist um so größer, je schlimmer Sie die Krise bewerten und um so weniger Sie an eine Überwindung glauben. Gedanken wie „Nie mehr komme ich da raus“ oder „Das kann ich nicht aushalten“ rufen Verzweiflung und Mutlosigkeit hervor. Denken Sie stattdessen hoffnungsvoll: „Ich habe bisher immer eine Lösung gefunden, wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“, so werden Sie auch mehr Kraft verspüren und schneller in ein neues Gleichgewicht gelangen.



Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken


Erinnern Sie sich an schwierige Situationen, die Sie bewältigt haben. Diese Kräfte stecken noch in Ihnen und können jederzeit wachgerufen werden. Was hat Ihnen früher die Kraft dazu gegeben? Wen haben Sie um Unterstützung gebeten?
Wenn Sie an sich selbst zweifeln, fertigen Sie in Ruhe eine Liste an: Was können Sie alles, was haben Sie bereits geschafft? Falls es Ihnen schwer fällt, fragen Sie Freunde oder Familienangehörige.



Sorgen Sie gut für sich


Vergessen Sie nicht Ihre körperlichen Bedürfnisse: Ausgewogene Ernährung und Bewegung stärken auch die Seele. Versuchen Sie außerdem, sich zu verwöhnen: Hören Sie Ihre Lieblingsmusik, nehmen Sie ein gut duftendes Schaumbad – oder sehen Sie sich einen Ihrer Lieblingsfilme an.



Suchen Sie nach Vorbildern


Oft ist es tröstlich, Menschen zu treffen, die in einer ähnlichen Situation waren und sie überwunden haben. „Wenn er dies geschafft hat, dann könnte mir ja auch möglich sein.“ Vielleicht gibt es in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis einen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen oder eine Selbsthilfegruppe?



Leben Sie von einem Tag auf den anderen


Manches Mal fühlen wir uns so überwältigt, dass wir uns nicht vorstellen können, ein Leben lang diesen Schmerz aushalten zu können. Dann ist es hilfreich, sich immer nur einen überschaubaren Tag zum Überleben vorzunehmen: „Heute kann ich es schaffen. Was kann ich heute für mich tun?“



Fragen Sie sich: Was kann ich aus dieser Krise lernen?


Sobald Sie der Krise einen Sinn für Ihr Leben geben, fühlen Sie sich nicht mehr als Opfer und erlangen eine neue Lebensperspektive. Suchen Sie also bewusst nach dem Positiven, das diese Krise für Ihr weiteres Leben haben könnte. Die Chinesen verwenden nicht ohne Grund ein und dasselbe Schriftzeichen für Krise und Chance.