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Rückkehr in den Beruf nach Krankheit oder Unfall

DIGITALES LERNEN
Online-Lernformate bereichern die berufliche Rehabilitation

„Lernen muss lustvoll sein – Sonst mache ich es nicht langfristig. Erfolgreiches Lernen erfolgt mit Hand (ich muss es ausprobieren), Kopf (ich muss es verstehen) und Herz (es muss mich berühren)."

 Ada Pellert,
Rektorin der Fernuniversität Hagen und Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung

Digitales Lernen im Berufsförderungswerk

Digitale Technik prägt unseren Alltag in allen Lebensbereichen – auch in der beruflichen Rehabilitation spielt sie eine wichtige Rolle. Zusätzlich zum Präsenzunterricht bieten die BFW daher auch digitale Lernformate an, die viele Chancen mit sich bringen.

Der virtuelle Klassenraum:

Die Lernplattform

Vom ersten Arbeitsblatt bis zur letzten Übung stehen alle Lehr- und Lernmaterialien immer zur Verfügung – auch Tests und Prüfungen finden zum Teil online statt.

Der Videocall

Hier findet Wissensvermittlung und realer Dialog im virtuellen Raum statt, sowohl im Einzel- als auch im Gruppengespräch.

Zentrale Datenbank

Alle wichtigen Materialien der Ausbildungsorganisation wie Stundenpläne, Prüfungstermine, Sprechstundenzeiten sind jederzeit im Zugriff.

Mobiles Lernen im BFW

  • Für Teilnehmer im Homeoffice ohne adäquate Technik finden wir eine passende Lösung.
  • In vielen Bereichen im BFW, auch in den meisten Internatszimmern, gibt es WLAN-Verbindungen.
  • In den Selbstlernzentren stehen Drucker und andere Lernhilfen zur Verfügung

 

 

Beratung wahrnehmen

„Gerade die Stärkung der Selbstlernkompetenz und Selbstorganisation ist ein großes Plus für die Arbeitswelt.“

Ulfried Walkling,
BFW Berlin-Brandenburg

Unterricht im virtuellem Raum

„Du bist ja ein richtiger Nerd geworden.“ Dass seine Tochter ihn mal so nennen würde, hätte sich Rico Stahl nie träumen lassen, als er im Berufsförderungswerk (BFW) Berlin-Brandenburg in seinen neuen Beruf starten wollte. Weil durch Corona der Unterricht auf Online-Formate umgestellt wurde, musste sich der gelernte Maler mit alternativen Lernformen anfreunden. Aber er hat das Beste aus der für ihn ungewohnten Situation gemacht – heute sieht er im digitalen Lernen sogar Vorteile.

Beruflicher Neustart in der Pandemie

Ein Maler mit Rückenschmerzen und einem Stent im Herzen, das kann nicht mehr lange gut gehen. Das sahen nicht nur die behandelnden Ärzte von Rico Stahl so, sondern auch die Reha-Berater der Rentenversicherung, als er 2019 seinen ­Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeits­l­eben stellte: „Nach einem persönlichen ­Gespräch wurde alles schnell in die Wege geleitet: Nach der Berufsfindung und Arbeitserprobung ­bereitete ich mich total ­motiviert darauf vor, im BFW Berlin-Brandenburg mit meinem Rehavorbereitungslehrgang (RVL) loszulegen.“ Doch dann kam das Virus und fast alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens ­wurden auf ein Minimum heruntergefahren – auch die BFW mussten zum Schutz von Teilnehmern und Mitarbeitern schließen. „Ich habe mir natürlich Sorgen gemacht, dass der RVL abgesagt wird wegen der Pandemie und sich mein Neustart bis auf Weiteres ­verschiebt – keine ideale Voraussetzung, wenn man wie ich schon 54 ist. Aber zum Glück hat das BFW echt flexibel reagiert und den normalen Unterricht vor Ort auf einen Online-Lehrgang umgestellt.“

Lernen im virtuellen Raum

Und so saß Rico Stahl im Frühjahr nicht im BFW, sondern bei sich zu Hause vor dem Computer: Sein Unterrichtsraum war eine Online-Lernplattform, die ihm den Zugang zu den Lerninhalten, Materialien und Stundenplänen bot. Sich auf diese ganz andere Art von Unterricht einzulassen, war für Rico Stahl anfangs ­schwierig: „Ich war echt unsicher, ob ich das schaffe. Meine Schulzeit liegt immerhin 38 Jahre zurück und vor dem Lernen hatte ich auch ohne die ­neuen ­digitalen Bedingungen großen Respekt. Und plötzlich war ich anders als gedacht auf mich selbst gestellt und musste mich allein zurecht­finden. Das war schon eine Herausforderung. Denn eigentlich bin ich eher der Typ, der einen Lehrer an seiner Seite braucht, um sich sicher zu fühlen. Aber ich wollte das unbedingt packen, denn davon hing schließlich meine Zukunft ab.

Begleitung durch die BFW-Experten

Um die Ausbildung unter den neuen Bedingungen möglich zu machen und Abbrüche zu verhindern, bekamen die Teilnehmer von Anfang an Hilfe und Unterstützung. „Uns war bewusst, dass neben technischen ­Problemen gerade die neuen Selbstlernstrukturen für viele Teilnehmer eine große Hürde sein können, weil ihnen die lernförderliche ­Atmosphäre im BFW fehlt“, erklärt Ulfried Walkling, der als Bereichsleiter Vorbereitung und Integration im BFW ­Berlin-Brandenburg die Teilnehmer bei ­ihrem Start in einen neuen Beruf begleitet. „Unterricht lebt vom Dialog: Darum mussten wir die wichtige ­Interaktion zwischen Teilnehmern und Dozenten ganz neu denken und gestalten, da eine direkte persönliche Kommunikation nicht mehr möglich war. Alles was vorher im Unterrichtsraum stattfand, bildete sich nun per E-Mail, per Telefon, per Video-Chat ab.“

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Mit viel Selbstdisziplin zum Ziel

Nach einem etwas holprigen Start hat Rico Stahl seine digitale Rehavorbereitung gepackt – mit einer guten Organisation und viel ­Selbst­disziplin: „Homeoffice bedeutet ein konsequentes ­Zeitmanagement, um die gestellten Aufgaben selbstständig und vor allem ­pünktlich zu ­erledigen. Man muss sich immer wieder ­motivieren durchzuhalten. Hier war der virtuelle ­Kontakt zu den anderen Teilnehmern im Kurs ganz wichtig. Denn auch wenn jeder für sich war, saßen wir trotzdem alle im selben Boot und haben uns gegenseitig unterstützt und angespornt. Und auch die Dozenten und Reha-Manager im BFW haben mir jederzeit weitergeholfen: Die ­haben sich wirklich eingesetzt, um alle Anliegen zu klären und Probleme zu lösen.“
Gerade das Erleben, dass auch in digitalen Zeiten immer jemand vom BFW ansprechbar ist, gab Rico Stahl die nötige Sicherheit, den Weg in seine neue berufliche Zukunft erfolgreich zu beginnen: „Ich habe trotz der Umstände und der für alle ungewohnten Situation den RVL mit einer Zwei abgeschlossen und das macht mich unglaublich stolz. Die Erfahrung, selbst zu lernen und mit digitalen Techniken umzugehen, hilft mir jetzt auch in meiner Ausbildung zum Kaufmann für Büro­management: Die findet wegen des Lockdowns gerade wieder überwiegend online statt.“


Corona hat gezeigt, dass vieles in der berufliche Reha auch digital möglich ist: „Wir werden ­wichtige Entwicklungen aus dieser Zeit mitnehmen – flankierend zum normalen Unterricht werden auch Online-Lernformen künftig ihren Platz haben“, ist sich Ulfried Walkling sicher. Auch Rico Stahl kann sich gut vorstellen, seine weitere Ausbildung in Teilpräsenz zu machen: „Ich bin natürlich froh, wenn der Unterricht vor Ort im BFW wieder ganz normal stattfindet, aber auch das Lernen im Homeoffice hat ­Vorteile: Auf ­bestimmte Inhalte kann ich mich online ­wesentlich besser konzentrieren – meine ­Tochter nennt mich schon Nerd.“ Und das ist für den gelernten Maler das schönste Kompliment.

„Früher hat jeder für sich allein gelernt. Heute erstellen und pflegen unsere Umschüler gemeinschaftlich ein Wiki – also eine zentrale Wissensplattform zu den Ausbildungsinhalten im virtuellen Klassenzimmer."

Frank Braun, BFW Heidelberg

Positive Effekte digitaler Lernformen

Digitale Lernangebote bieten räumliche und zeitliche Flexibilität – und bereichern die klassische Wissensvermittlung im Präsenzunterricht an vielen Stellen.

Sinnliches
Lernen

Lernspiele und andere kreative Formen fördern die Lust am Lernen.

Responsives
Lernen

Durch die automatische Auswertung von Aufgaben und Übungen wissen Lernende sofort, was sie gut können und wo Wissenslücken sind.

Adaptives
Lernen

Die Lernplattform macht automatische Bildungsangebote für den
individuellen Lernfortschritt.

Individuelles
Lernen

Jeder kann frei von Unterrichtszeiten in seinem eigenen Tempo lernen.

Eigenverantwortliches
Lernen

Die Selbstlernkompetenz wird gestärkt. Aber man ist nie allein: Der Dozent ist jederzeit nur eine Chatnachricht entfernt.

„Das digitale Lernen ist ein sinnvoller Baustein, die Vereinbarkeit von Reha und Familie weiter zu fördern und ergänzt unsere Teilzeitangebote.“

Rolf Schönfeld, INN-tegrativ

Herausforderung mobiles Lernen

Eine Umschulung ist schon in normalen Zeiten eine Herausforderung – unter verschärften Bedingungen allerdings erst recht: Mobile Lernformen wie das Home­schooling bestimmen aktuell den Alltag vieler Teilnehmer. Auch Björn Libnau hatte mit der besonderen Lernsituation zu kämpfen, als er mitten im Lockdown seine Ausbildung am BFW Stralsund begann. Mit der Unterstützung aus dem BFW meistert er die Herausforderung und geht seinen Weg trotz aller Schwierigkeiten.

LTA – der erste Schritt

2018 – das Wendejahr im Leben von Björn ­Libnau: Mit 40 Jahren erlitt er über Nacht einen Schlaganfall. Seiner mittlerweile 12-jährigen Tochter fiel sofort auf, dass etwas mit ihm nicht stimmte: „Mensch Papa, du redest so komisch. Was ist los mit dir?“ Eine neurologische Untersuchung bestätigte den rechtsseitigen Schlaganfall. Für den und Zimmermann begann nun ein neuer Lebensabschnitt. Während seiner medizinischen Reha wurde er von einer Mitpatientin auf die Möglichkeit der beruflichen Rehabilitation aufmerksam gemacht, worauf er erfolgreich einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellte. Im ­September 2019 begann er in der Außenstelle Waren des BFW Stralsund mit einem Kurs „Training und Optimierung persönlicher Potenziale“ (TOP). Hier wurde schnell klar: Er hat die Power, eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement zu absolvieren.

Hürden des mobilen Lernens

Und damit waren die Weichen für seine Umschulung am Hauptstandort des BFW in Stralsund gestellt. Vorbereitend darauf sollte er im März 2020 mit einem Rehabilitationsvorbereitungslehrgang beginnen. „Es fing alles so gut an und dann kam Corona. Ich war total verunsichert und verzweifelt, wie es weitergehen soll.“ Denn als es Ende April endlich so weit war, war der Ausbildungsbetrieb ausschließlich auf Online-Lernmethoden umgestellt – für Björn Libnau kaum vorstellbar: „Ganz allein zu Hause lernen ist für mich ein Graus, wo ich doch so gerne mit Menschen zusammen bin. Das war gar nicht schön.“ Matthias Ortmann, Kursleiter von Björn Libnau und erfahrener Reha-Ausbilder im BFW ­Stralsund, kennt die Hürden des mobilen Lernens in der beruflichen Reha: „In ein BFW kommen auch Teilnehmende, die neben ihren gesundheitlichen, psychischen und sozialen Problemen Lerndefizite angehäuft haben, die mit gezielten pädagogischen Hilfen bearbeitet ­werden müssen. Und dann sollen sie ­plötzlich alleine von zu Hause, online vor dem Bildschirm, mit einem ­eigenen Stundenplan ganze Ausbildungstage absolvieren. Die Lernplattform des BFW bildet eine entscheidende Grundlage, um trotz Lockdown weiter ausbilden zu können – aber um neue ­Ausbildungsinhalte ausschließlich online zu vermitteln, bedarf es ­einer besonderen Methodik.“

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Homeschooling mit Grenzen

Auch Björn Libnau tat sich schwer: In einem ­Einzelgespräch mit seinem Lehrgangsleiter Matthias Ortmann wurde er zunächst in den ­Ablauf und die Inhalte des Kurses eingeführt. Das bedeutete konkret: Aufgaben per E-Mail, ­Nutzung der internen Lernplattform, Lehrbriefe per Post und ein intensiver telefonischer Austausch. Für Björn Libnau begann eine anstrengende Phase. „Ich bin Frühaufsteher und habe hauptsächlich vormittags meine Aufgaben erledigt. Nachmittags war dann überwiegend die Luft raus und mir fehlte die Motivation.“ In diesen Momenten half ihm der Kontakt zu seinem Kursleiter Matthias Ortmann, zu dem er eine vertrauensvolle Verbindung aufbaute: „Björn Libnau ist durch seine Krankheitssituation rechtshändig eingeschränkt. Um eine ­Stabilisierung seiner feinmotorischen Fähigkeiten zu unterstützen, hatten wir verabredet, bestimmte ­Aufgaben handschriftlich zu erledigen. Und bei auftretenden Fragen oder Problemen haben wir oft ­telefoniert.“ Trotzdem kam Björn Libnau an seine persönlichen Grenzen und stand kurz davor, die Ausbildung abzubrechen.

Nur durch die intensive Betreung von Matthias Ortmann, der ihn durch diese kritische Phase begleitete, gab er nicht auf. „So eine Situation zeigt deutlich, wo eine rein virtuelle berufliche Reha ihre Grenzen hat: Pädagogische Hilfen und Unterstützung können nur dann effektiv funktionieren, wenn sie unmittelbar und in Echtzeit erfolgen. Wenn akute Probleme auftreten, muss ich als Ausbilder sofort reagieren können – psychosoziale Beratung und Unterstützung können in diesem Fall nicht warten und gehören in keinen Chat“, so Matthias Ortmann. Mittlerweile absolviert Björn Libnau souverän seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Das Homeschooling sieht er zwar immer noch kritisch – ist aber viel sicherer im Umgang mit der neuen Lernsituation geworden. Jeden Morgen erarbeitet er zusammen mit einem anderen Teilnehmer über die Lernplattform die Aufgaben: „So bin ich nicht allein. Das klappt ganz gut. Und ich bin froh, dass wir jetzt auch wieder Einzelkonsultationen wahrnehmen können. Das hilft schon sehr!“

Ungewohnte Lernsituation gemeistert

Sein Ausbilder Matthias Ortmann äußert sich mit Bewunderung: „Wir dürfen nicht vergessen: Im BFW lernen Menschen, die besondere Lebenssituationen meistern müssen. Und Björn Libnau musste in seinem Leben immer wieder Schicksalsschläge verkraften – trotzdem hat er nie den Mut, seinen Humor und sein Ziel verloren.“

„Es geht bei der beruflichen Reha in einem BFW darum, Menschen in ihrem Lernprozess ganzheitlich fit zu machen für den Arbeitsmarkt – hier spielen die begleitenden Dienste eine wesentliche Rolle."

Ulfried Walkling,
BFW Berlin-Brandenburg

Die begleitenden Dienste sind eine wichtige Säule in der beruflichen Reha

Um den Umschulungserfolg zu sichern, gibt es in den Berufsförderungswerken die „besondere Hilfen“, die es den Teilnehmern ermöglichen, sich voll auf ihre Ausbildung zu konzentrieren: Die Begleitung durch das Reha-Team ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zurück ins Berufsleben – und digital eine neue Herausforderung.

Fall-Manager

  • Lotsenfunktion: Erster Ansprechpartner für Fragen
  • Koordinator aller am
  • Prozess Beteiligten
  • Organisator externer
  • Beratung

Mediziner

  • Physiotherapie
  • Ernährung, zum Beispiel bei Unverträglichkeiten oder Adipositas
  • Diagnostik, ggf. Überweisung zum Therapeuten

Psychologen

  • Einzelgespräche bei persönlicher Belastung (zum Beispiel Rückfallprävention, Einsamkeit)
  • Gruppenworkshops zu Stressbewältigung,
  • Prüfungsangst o.ä.

Ausbilder

  • Organisation von
  • Förderunterricht
  • Hilfe bei der
  • Prüfungsvorbereitung
  • Bewerbungstraining
  • Jobcoaching

Digitale Kommunikation erschwert die aktive Lernbegleitung

Menschen lernen unterschiedlich: Manche lernen gut allein, manche bevorzugen die Gruppenarbeit, andere brauchen die Anleitung durch Lehrende. Es gibt visuelle, auditive, haptische und kommunikative Lerntypen. Aufgabe des Dozenten ist nicht nur die Wissensvermittlung, sondern die Teilnehmer entsprechend ihrer Bedürfnisse aktiv zu begleiten. Und genau hier stoßen digitale Lernformen an ihre Grenzen.

Wo digitales Lernen nur eingeschränkt möglich ist

  • Praktischer Unterricht ist online nicht realisierbar: Maschinen, Werkzeug, Material und Werkstatt sind im Homeoffice nicht gegeben
  • Bei Nichtvorhandensein der technischen Voraussetzungen in der häuslichen Umgebung: Kein Internetzugang oder fehlende Computertechnik
  • Bei bestimmten körperlichen Handicaps: Schwerhörigkeit, Sehbehinderungen oder kognitiven Einschränkungen z.B. nach einem Schlaganfall

 

 

Beratung wahrnehmen

„Die Unterstützung in mobilen Lernphasen ist ein unbedingtes Muss, um keinen Teilnehmer auf dem Weg durch Prüfungsängste oder das Gefühl des Allein-gelassen-werdens zu verlieren. Eine psychosoziale, psychologische und medizinische Beratung findet zwar auch in digitaler Form statt, doch die Corona-Pandemie zeigt hier auch Grenzen auf.“

Rolf Schönfeld
INN-tegrativ

„Digitaler und Präsenzunterricht haben beide ihre Stärken. Im Hybridunterricht schaffen sich beide Formate gegenseitig die Freiräume, um die jeweiligen Vorteile voll auszunutzen."

 Ada Pellert,
Rektorin der Fernuniversität Hagen und Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung

Präsenz lebt vom Miteinander

Der zwischenmenschliche Austausch und die unmittelbare Lernbegleitung im Unterricht sind online kaum abzubilden – aber oft wesentlich für den Ausbildungserfolg. Hybride Lernformen geben mit digitalen Angeboten den nötigen Freiraum im Präsenzunterricht, um sich auf genau diese Aspekte noch stärker zu konzentrieren.

Verständnis schaffen:

Um zu begreifen, mit welchen Lerntypen es die Dozenten zu tun haben, müssen sie die Teilnehmer erst einmal richtig kennenlernen. Das ist fundamental für den Lernerfolg jedes Einzelnen – und findet am besten im direkten Kontakt statt.


Kontinuierliche Lernbegleitung:

Oft gibt es viele Lösungsstrategien – doch mit welcher kommt der Einzelne am besten zurecht? Der Dozent kann auf die individuellen Bedürfnisse im persönlichen Kontakt besser eingehen und so eine langfristige Problemlösungskompetenz der Teilnehmer entwickeln.


Professionelle Anleitung:

Um in ein neues Thema einzusteigen, ist die direkte Vermittlung für viele Teilnehmer essentiell. Der Präsenzunterricht gibt den Raum für spontane Rückfragen in Echtzeit und damit die Sicherheit, Inhalte im Selbstlernprozess zu vertiefen.


Gruppendynamik entfalten:

Unterricht lebt vom Dialog – die Teilnehmer lernen nicht nur vom Dozenten, sondern auch voneinander. In der Realsituation finden wichtige Diskussionen rund um die Lerninhalte und Erfahrungsaustausch statt. Auch kreative Prozesse entwickeln sich in der Gruppe besser.


Begleitende Hilfen:

Manche Probleme von Teilnehmern haben gar nichts mit dem Unterrichtsstoff zu tun, können aber den Ausbildungserfolg gefährden. Die pädagogische Unterstützung vom Ausbilder, aber auch die psychosoziale Beratung durch die Reha-Manager brauchen einen direkten und unmittelbaren zwischenmenschlichen Kontakt und Dialog.


„Das ist kein Entweder-Oder, sondern ein Und: Digitale Angebote sollen den klassischen Unterricht nicht ersetzen, sondern ihn erweitern und ergänzen."

  Frank Braun,
BFW Heidelberg

Selbstlernprozess im digitalen Raum

Lernen selbst zu organisieren hat positive Effekte. Wenn Teilnehmende unabhängig von räumlichen und zeitlichen Grenzen lernen können, bietet es ihnen die Möglichkeit, sich stärker auf die konkreten Ausbildungsinhalte zu konzentrieren. Die Nutzung der vielfältigen digitalen Lernformen erweitert den Wissenserwerb enorm.

Überall und jederzeit:

Digitale Lernplattformen schaffen Flexibilität im Lernen und werden so den jeweiligen Lerntypen und Lebenssituationen gerecht.


Flüssige Prozesse:

Fehlt gerade ein Fachbegriff? Die Grundlage für die Lösung der Aufgabe ist unklar? Der direkte Zugriff auf Suchmaschinen, sämtliche Unterrichtsmaterialien und weiterführende Informationen beschleunigt und ergänzt den Lernprozess.


Sichtbare Erfolge:

Durch die direkte Auswertung von Übungen und Aufgaben wissen Lernende sofort, wo sie stehen.


Vernetzung der Lernenden:

Teamarbeit, gemeinsame Prozesse und digitaler Wissenstransfer ermöglichen ganz neue Wege des Wissenserwerbs.


Sinnvoller Ablauf:

Im virtuellen Klassenraum ist immer sichtbar, wie Lektionen aufeinander aufbauen und sich miteinander verzahnen – das verbessert das Verständnis für die Struktur der Ausbildung.


Meilensteine:

Datenschutzschulung und Co. – wichtige Zwischenlernziele können direkt online erreicht und teilweise sogar zertifiziert werden.


Wichtige Fähigkeiten:

Der Umgang mit digitalen Lernformen fördert die allgemeine Medien- und Selbstlernkompetenz – oft ein wichtiges Plus für die Arbeitswelt.


Beratung wahrnehmen

Hy|brid-|Un|ter|richt,der

Ein didaktisches Konzept, bei dem Online- und Präsenz-Lernformen ineinander verwoben sind.

„Arbeiten wird immer anspruchsvoller, weil einfache Tätigkeiten automatisiert werden. Gleichzeitig werden Innovationszyklen immer kürzer. Lebenslanges Lernen wird daher immer wichtiger – und damit auch die Selbstlernkompetenz."

 Ada Pellert,
Rektorin der Fernuniversität Hagen und Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung

Wichtige Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt der Zukunft

In Berufsförderungswerken werden Menschen mit gesundheitlichen Einschränkung wieder für den ersten Arbeitsmarkt fitgemacht – daher waren auch schon vor Corona digitale Kompetenzen wichtig: Die Teilnehmer erfahren, wie digitales Lernen und Arbeiten funktioniert, und eignen sich gleichzeitig wertvolle Kompetenzen an, die zukünftig immer gefragter in der Arbeitswelt sind.

Wertvolle Kompetenzen

3500 Unternehmen aus acht Wirtschaftszweigen nahmen an der IHK Digitalisierungsumfrage 2021 teil. Das Ergebnis zeigt: Wer digitale Komptenzen mitbringt, gilt als wertvoller Mitarbeiter.

Umgang mit
digitalen Technologien (68%)

Datenschutz und
IT-Sicherheit (53%)

Proaktives Arbeiten und
flexible Arbeitsorganisation (51%)

Digitale Berufsbilder im BFW

Fachkräfte mit digitale Kompetenzen sind gefragter denn je zuvor. Für die Anforderungen der Arbeitswelt haben die Berufsförderungswerke eine Reihe von Berufsbildern mit digitalem Mehrwert im Angebot. 

  • Gamedesign und
  • Multimedia-Entwicklung
  • 3D-Entwickler/-in
  • Kaufleute für e-Commerce
  • CrossMedia Designer/-in
  • Fachinformatiker/-in
    Anwendungsentwickler
  • Fachinformatiker/-in
    Systemintegration
  • Fachkräfte für IT-Sicherheit und
    Netzwerkadministrator (MCSA)
  • Informatikkaufleute
  • IT-System-Elektroniker/-in
  • Wirtschaftsinformatiker/-in
  • Mediengestalter/in Digital und Print
  • Medien-Webdesigner/in
  • Fachkraft für elektronische
    Bildbearbeitung
  • Fachangestellten für Medien- und
    Informationsdienste
  • Webentwickler/-in

 

 

Beratung wahrnehmen

„Fachlich ist sie top ausgebildet. Doch wir brauchen nicht nur Leute, die routiniert mit Medienprogrammen in Text, Film und Bild umgehen können, sondern solche, die mitdenken und selbstständig arbeiten können. Sie entwickelt eigene Ideen, ist eine Teamplayerin, macht sich Gedanken – und hat damit unsere Öffentlichkeitsarbeit verbessern können.“

Anne Schmitt,
Stellvertretende Geschäftsführerin beim Institut für Medienpädagogik und Kommunikation Hessen e.V., hat eine im BFW Heidelberg ausgebildete CrossMedia Designerin eingestellt

Ihre berufliche Reha vor Ort

 

 

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Beratung wahrnehmen

Die Antworten finden Sie in unserer Karte unten
oder unter der kostenlosen Hotline 0800 222 000 3.

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