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Rückkehr in den Beruf nach Krankheit oder Unfall

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Tipps und Orientierungshilfen für den Neuanfang

Wer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, hat durch die berufliche Reha die Chance auf einen Neuanfang. Wir helfen Ihnen auf Ihrem Weg zurück in die Arbeit.

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Tipps für den Alltag

Wer arbeitslos wird oder erkrankt, erlebt das meist als einen tiefen Einschnitt im Leben. Mit der Arbeit fehlt nicht nur ein Stück Selbstbestätigung, sondern auch die Tagesstruktur – und oft wird dann schnell auch das Geld knapp. Einige Impulse, die weiterhelfen.

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Infos & Links

Ohne die Hilfe und die Beratung anderer geht es oft nicht.

Weiterführende Informationen und Angebote von A - Z finden Sie hier:

Arbeitslose Zeit nutzen

Die unverhofft freie Zeit als Chance nutzen

Wichtig ist es, sich nicht „hängen“ zu lassen und die Probleme, zu denen der Verlust des Arbeitsplatzes führt, nicht als persönliches Versagen zu verstehen.

Krisen als Chancen

Den Anforderungen richtig begegnen

„Das Leben ist kein Ponyhof“ – humorvoll bringt es Bernd Stromberg alias Christoph Maria Herbst auf den Punkt: Es gibt Zeiten, die alles andere als leicht sind.

Infos & Links

Ohne die Hilfe und die Beratung anderer geht es oft nicht. Weiterführende Informationen und Angebote von A – Z finden Sie hier:

Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V.
www.bv-bfw.de

Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
www.behindertenbeauftragter.de

Bundesagentur für Arbeit
www.arbeitsagentur.de

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)
www.integrationsaemter.de

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR)
www.bar-frankfurt.de

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
www.bmas.bund.de

Bundesweites Kompetenz- und Referenzzentrum – Reha-Akademie
www.reha-akademie.de

Deutsche Rentenversicherung
www.deutsche-rentenversicherung.de

Dr. Becker Klinikgesellschaft
www.dbkg.de

Gemeinsame Servicestellen
www.reha-servicestellen.de

Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
www.hvbg.de

Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation (REHADAT)
www.rehadat.de

Sozialverband Deutschland e. V.
www.sovd.de

Sozialverband VdK Deutschland
www.vdk.de

Talentplus - Das Portal zu Arbeitsleben und Behinderung
www.talentplus.de

Zentrum für ambulante Rehabilitation Münster
www.zarms.de

Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer der Uni Augsburg

http://www.zww.uni-augsburg.de

Arbeitslose Zeit nutzen

Wichtig ist es, sich nicht „hängen“ zu lassen und die Probleme, zu denen der Verlust des Arbeitsplatzes führt, nicht als persönliches Versagen zu verstehen, sondern als Folge der Arbeitslosigkeit, mit der viele zu kämpfen haben. Allein diese Erkenntnis kann bereits helfen.

Vielen Betroffenen fällt es schwer, ihren Tag vernünftig zu gestalten, wenn die Arbeit fehlt. Doch ein geregelter Tagesablauf ist sehr wichtig, um geistig und körperlich fit zu bleiben. Nach Überwindung des ersten Schocks, unangenehmer Behördengänge und zahlreichen Bewerbungsschreiben liegt in der Arbeitslosigkeit auch die große Chance, die „freigesetzte“ Zeit zu nutzen, um etwas für seine körperliche und geistige Fitness zu tun. Die Unterstützung durch Angehörige spielt dabei eine wichtige Rolle: Denn wer arbeitslos wird, benötigt möglichst viel Verständnis – Sprüche wie „Jeder, der will, findet schon Arbeit“ verstärken dagegen das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit.

Seine Fähigkeiten bewusst nutzen
Die Stellensuche erfordert meist viel Zeit. Hilfreich ist es hier, den Tag ebenso zu strukturieren wie zur Zeit der Berufstätigkeit: Dazu können Notizen zu den eigenen Vorhaben gehören, eine kontinuierliche Sichtung der Infoflut – oder auch der Besuch zum Beispiel eines Zeitmanagement-Kurses, oder eines Trainings-Kurses für geistige Fitness oder die Anmeldung bei einem Berufscoach. Seine Fähigkeiten bewusst einzusetzen, um diesen Lebensabschnitt gestärkt anzugehen, ist im Grunde das entscheidende Ziel in dieser Zeit.

Wissen auf dem neuesten Stand halten
Die erste Berufsausbildung genügt in den meisten Fällen nicht mehr, um eine dreißig bis vierzig Jahre lange Berufslaufbahn sinnvoll zu durchlaufen. Ist der Job weggebrochen, ist es ratsam, die Qualifikation auf den Prüfstand zu stellen und diese Zeit sinnvoll für eine Weiterbildung als Schutz gegen zu lange Arbeitslosigkeit zu nutzen.

Wer etwa merkt, dass er noch Defizite hat, zum Beispiel beim Thema Internet, sollte sich an seinen Berater bei der Agentur für Arbeit oder den Hartz IV-Stellen wenden. Die Arbeitsagenturen übernehmen häufig die Kosten für Weiterqualifizierungen – und mit den entsprechenden Qualifizierungen haben manchmal auch Langzeitarbeitslose wieder Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Eine andere Möglichkeit bieten „Trainings on the Job“: Sie werden zusammen mit Unternehmen als eine solide Basis für den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt angeboten. Existenzgründungsseminare schaffen Klarheit bei der Überlegung, sich selbstständig zu machen. Hilfreich ist es, Beratungsstellen für Arbeitssuchende aufzusuchen sowie Netzwerke ausfindig zu machen, die sich gegenseitig unterstützen.

Die Gesundheit stärken

Die positive Auswirkung sportlicher Betätigung auf die Seele sollte ganz bewusst in Zeiten von Krisen genutzt werden. Jogging oder Nordic-Walking eignen sich besonders: Sie stärken den Kreislauf und unterstützen die optimale Leistungsfähigkeit des Gehirns. Bewegung und Sport – am besten in der Gruppe – stärken die soziale Anbindung, wirken gegen Einsamkeit, ermöglichen eine Verbesserung des Selbstbildes und erleichtern es, den täglichen Lebensanforderungen angemessen zu begegnen.

Noch mehr für die Gesundheit bieten Volkshochschulen, Bildungsstätten oder Vereine – arbeitslose Menschen können in der Regel sogar zu ermäßigten Gebühren an den Präventions-, Entspannungs- und Gesundheitskursen teilnehmen (Zuzahlungsbefreiungen der Krankenkassen). Für die seelische Gesundheit von großem Nutzen ist der Besuch von Selbsthilfegruppen: Er führt zu einer ganzheitlichen Stabilisierung – und fördert den Informationsaustausch mit Gleichbetroffenen.

Krisen als Chancen

„Das Leben ist kein Ponyhof“ – humorvoll bringt es Bernd Stromberg alias Christoph Maria Herbst auf den Punkt: Es gibt Zeiten, die alles andere als leicht sind. Krankheiten gehören dazu, die Trennung von einem geliebten Menschen oder der Verlust der Arbeit. Solche Lebenskrisen können ganz schön stressen – doch Betroffene haben Einfluss darauf, wie sie den besonderen Anforderungen in dieser Zeit begegnen.

Suchen Sie Unterstützung
Es ist wichtig, sich in einer Krise nicht zurückzuziehen. Die Menschen in Ihrem Umfeld können oft mehr Unterstützung geben als Sie vermuten – und über Sorgen zu sprechen, ist ein hilfreicher Weg, um sie zu bewältigen. Manchmal verlieren wir unsere Objektivität und übertreiben das Ausmaß unserer Probleme, dann können andere Menschen uns wieder auf den Boden der Tatsachen holen und unseren Blick in eine andere Richtung lenken.

Verändern Sie Ihre Einstellung – denken Sie zuversichtlich
Akzeptieren Sie Ursachen, die sich nicht ändern lassen als Bestandteil Ihres Lebens, aber überprüfen Sie, was Sie ändern können – manchmal sind es vor allem die eigenen Gedanken. Ihre Verzweiflung ist um so größer, je schlimmer Sie die Krise bewerten und um so weniger Sie an eine Überwindung glauben. Gedanken wie „Nie mehr komme ich da raus“ oder „Das kann ich nicht aushalten“ rufen Verzweiflung und Mutlosigkeit hervor. Denken Sie stattdessen hoffnungsvoll: „Ich habe bisher immer eine Lösung gefunden, wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere“, so werden Sie auch mehr Kraft verspüren und schneller in ein neues Gleichgewicht gelangen.

Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken
Erinnern Sie sich an schwierige Situationen, die Sie bewältigt haben. Diese Kräfte stecken noch in Ihnen und können jederzeit wachgerufen werden. Was hat Ihnen früher die Kraft dazu gegeben?

Wen haben Sie um Unterstützung gebeten? Wenn Sie an sich selbst zweifeln, fertigen Sie in Ruhe eine Liste an: Was können Sie alles, was haben Sie bereits geschafft? Falls es Ihnen schwer fällt, fragen Sie Freunde oder Familienangehörige.

Sorgen Sie gut für sich
Vergessen Sie nicht Ihre körperlichen Bedürfnisse: Ausgewogene Ernährung und Bewegung stärken auch die Seele. Versuchen Sie außerdem, sich zu verwöhnen: Hören Sie Ihre Lieblingsmusik, nehmen Sie ein gut duftendes Schaumbad – oder sehen Sie sich einen Ihrer Lieblingsfilme an.

Suchen Sie nach Vorbildern
Oft ist es tröstlich, Menschen zu treffen, die in einer ähnlichen Situation waren und sie überwunden haben. „Wenn er dies geschafft hat, dann könnte mir ja auch möglich sein.“ Vielleicht gibt es in Ihrem Freundes- oder Bekanntenkreis einen Menschen mit ähnlichen Erfahrungen oder eine Selbsthilfegruppe?

Leben Sie von einem Tag auf den anderen
Manches Mal fühlen wir uns so überwältigt, dass wir uns nicht vorstellen können, ein Leben lang diesen Schmerz aushalten zu können. Dann ist es hilfreich, sich immer nur einen überschaubaren Tag zum Überleben vorzunehmen: „Heute kann ich es schaffen. Was kann ich heute für mich tun?“

Fragen Sie sich: Was kann ich aus dieser Krise lernen?
Sobald Sie der Krise einen Sinn für Ihr Leben geben, fühlen Sie sich nicht mehr als Opfer und erlangen eine neue Lebensperspektive. Suchen Sie also bewusst nach dem Positiven, das diese Krise für Ihr weiteres Leben haben könnte. Die Chinesen verwenden nicht ohne Grund ein und dasselbe Schriftzeichen für Krise und Chance.

Wege aus der Schuldenfalle

Unterstützung und Beratung helfen weiter

Ralph P. hatte Schulden. Nicht nur ein paar. Nach einem Bandscheibenvorfall war der gelernte Schlosser lange krank, dann verlor er auch noch seinen Job. Wie geht es dann weiter …

Maßnahmen für gute Laune

Die besten Tipps für den Alltag

Auch wenn sich die Sonne nicht blicken lässt – eine gute Sofortmaßnahme gegen schlechte Laune ist es, sich draußen an der frischen Luft aufzuhalten.

Bewerben – aber richtig!

Tipps zur erfolgreichen Bewerbung

Kaum ein Job wird ohne schriftliche Bewerbung und Bewerbungsgespräch vergeben. Die offizielle Bewerbung ist demnach ein “Muss”, gleichzeitig aber auch die Chance, sich zu empfehlen.

Wege aus der Schuldenfalle

Ralph P. hatte Schulden. Nach einem Bandscheibenvorfall war der gelernte Schlosser lange krank, dann verlor er seinen Job.  „Anfangs habe ich den Kopf in den Sand gesteckt“, gesteht er. Aber davon wurden die Schulden nicht weniger. Im Gegenteil.

Um Betroffenen zu helfen, ist die Schuldnerberatung des SKM (Katholischer Verein für soziale Dienste e. V. in Dortmund) mit dem Berufsförderungswerk (BFW) Dortmund eine Kooperation eingegangen. Denn Ralph P. ist kein Einzelfall. Über 3 Millionen Haushalte in Deutschland gelten als überschuldet, in Dortmund sind es allein mehr als 20.000. In erster Linie ist Überschuldung dabei auf unstetes Einkommen und unvorhergesehene Probleme wie Arbeitslosigkeit, Einkommensverlust, Trennung, Krankheit und zusätzliche Ausgaben zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des gemeinnützigen Hamburger Forschungsinstituts für Finanzdienstleistungen. „Rund die Hälfte aller Teilnehmer hat Schulden“, hat auch das BFW Dortmund beobachtet – und gehandelt. Denn wer sich auf einen beruflichen Neustart konzentrieren muss, sollte sich nicht von Sorgen um die Schuldenregulierung ablenken lassen müssen.

Das BFW nahm Kontakt mit dem SKM auf. Und der kommt seitdem alle 14 Tage mit einem mobilen Beratungsbüro ins BFW, führt bei Hilfesuchenden Analysen durch, formuliert Regulierungsschreiben und überprüft Gläubigerforderungen. Ein Angebot, das gut angenommen wird. „Natürlich verschwinden die Schulden nicht von einem Tag auf den anderen“, berichtet Christa Mischke, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit im BFW, „aber gemeinsam mit dem SKM entwickeln wir Pläne, die einen Abbau der Schulden ermöglichen.“ Mit diesem Angebot hat das BFW in den vergangenen Jahren fast 200 Betroffenen geholfen und ihnen auf diese Weise zu einem freien Kopf verholfen, um ihre Qualifikation erfolgreich abzuschließen.

Schulden reduzieren
Nicht nur Unternehmen müssen eine Kontrolle über ihre Finanzen haben, sondern auch Privathaushalte. Wer erkennt, dass das Geld nicht reicht, hat nur zwei Möglichkeiten: Die Einnahmen vermehren oder die Ausgaben reduzieren. Der schnellste Weg ist die Reduzierung der Ausgaben:

  1. Gefährliche Schulden von weniger gefährlichen sortieren. Zu den gefährlichen, weil lebenswichtigen Ausgaben zählen: Miete, Strom, Gas, eventuelle Geldstrafen. Vereinbaren Sie mit Ihren Gläubigern Ratenzahlungen.
  2. Versicherungen überprüfen: Welche sind wirklich nötig, welche können durch günstigere ersetzt werden.
  3. Handytarife vergleichen und auf einen günstigeren Tarif umsteigen.
  4. Abonnements kündigen.
  5. Achtung vor Überziehungsgebühren bei Geldinstituten: Bei einem dauerhaften Minus kann es von Vorteil sein, einen günstigen Kredit aufzunehmen und damit das Minus auszugleichen.
  6. Einkaufsliste anfertigen – und strikt einhalten: Supermärkte arbeiten mit psychologischen Tricks aus der Werbebranche, um ihre Produkte besser verkaufen zu können.
  7. Für Stadtbewohner ist das Auto unter Umständen verzichtbar.

Der Weg zur Schuldenberatung lohnt:
Dort werden die Kreditverträge und Forderungen der Gläubiger rechtlich geprüft und versucht, durch Verhandlungen mit den Gläubigern realistische Rückzahlungsmöglichkeiten zu erarbeiten. 

Sofortmaßnahmen für gute Laune

Auch wenn sich die Sonne nicht blicken lässt – eine gute Sofortmaßnahme gegen schlechte Laune ist es, sich draußen an der frischen Luft aufzuhalten. Selbst an grauen Tagen ist das natürliche Tageslicht drei- bis viermal stärker als die Beleuchtung in Räumen.

Daher ist es ratsam, sich im Freien zu bewegen, etwa durch Rad fahren oder Spaziergänge. Denn Sauerstoff und UV-Licht bringen das Gehirn in Schwung und Sport steigert das psychische Wohlbefinden durch Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen und Stimmungsaufhellern. Die Kombination aus natürlichem Licht, frischer Luft und Bewegung ist daher ein unschlagbares Mittel gegen schlechte Laune – und das völlig kostenlos.

Wer sich nach einem ausgiebigen Spaziergang noch nicht besser fühlt, sollte sich aktiv auf die Suche nach etwas zum Lachen machen. Egal, ob ein Spieleabend mit Freunden oder eine Filmkomödie: Lachen tut nicht nur der Seele gut und entspannt die Muskeln, sondern stärkt gleichzeitig auch das Immunsystem.

Sich etwas Schönes gönnen

Jeder Mensch braucht die kleinen Freuden des Alltags – und wenn die Umstände nicht ganz so rosig sind, gilt das doppelt. Eine Massage oder ein Saunabesuch kann ebenso wohltuend wirken wie entspannende Musik im Hintergrund.

Wer gerne isst, kann sich selbst und seine Freunde gut und gesund bekochen – wenn dann noch der Tisch schön gedeckt ist, ist das wie ein kleines Fest.

Manchmal hilft es auch, den Tag mit Power zu beginnen: Beenden Sie Ihre morgendliche Dusche, indem Sie sich einige Sekunden lang mit kaltem Wasser abbrausen. Wer sich dazu überwindet, wird mit morgendlicher Frische belohnt. Wer unter Antriebslosigkeit leidet, kann sich die morgendliche Erfrischung auch zu einem festen Tagesprogrammpunkt machen – denn feste Zeiten und ein regelmäßiger Tagesablauf sind ein gutes Gerüst, an dem sich auch in Zeiten von Krisen festhalten lässt.

Für die eigene Zufriedenheit sorgen
Bei innerer Unzufriedenheit ist die einfachste Hilfe oft, sich an eine sinnvolle, schon lange anstehende Arbeit zu machen, wie zum Beispiel den Keller aufzuräumen oder die Fenster zu putzen. Auch etwas Neues auszuprobieren stärkt das Wohlbefinden: Vielleicht wollten Sie immer schon einmal Englisch lernen? Vielleicht haben Sie als Kind davon geträumt, einen Drachen steigen zu lassen? Oder Sie planen einfach ganz schlicht ein neues Gericht. Übrigens: Eine ausgewogene Ernährung wirkt sich ebenfalls positiv auf die Stimmungslage aus. Kohlehydratreiche Lebensmittel wie Nudeln und Kartoffeln enthalten das stimmungsaufhellende Serotonin. Bananen sind zum Beispiel aufgrund ihres Kohlenhydratanteils als Glücklichmacher bekannt.

Bewerben – aber richtig!

Kaum ein Job wird ohne eine schriftliche Bewerbung und mit einem anschließenden Bewerbungsgespräch vergeben. Die offizielle Bewerbung um einen Arbeitsplatz ist demnach ein “Muss”, gleichzeitig aber auch die Chance, sich als idealer Mitarbeiter zu empfehlen. Es lohnt sich also, sich ausführliche Gedanken über die eigene Bewerbung zu machen.

1. Vorbereitung auf die Bewerbung

Bevor Sie sich bewerben, sollten Sie sich mit Ihrer Berufsplanung befassen. Wenn Sie einen neuen Arbeitgeber suchen, brauchen Sie eine "Bestandsaufnahme" von sich. Stellen Sie dazu zuerst Ihre eigene Berufsplanung auf

  • Welcher Beruf ist für mich am besten geeignet?
  • Welcher Arbeitgeber bringt mich meinem Berufsziel nahe?
  • Habe ich die fachlichen und persönlichen Qualifikationen?

Erstellen Sie Ihr Qualifikationsprofil

  • Welche Qualifikationen besitze ich?
  • Welche Weiterbildungen/Seminare haben ich besucht?
  • Welche Position habe ich ausgefüllt?
  • Welche Aufgaben erledige ich jetzt bzw. früher?
  • Welche Aufgaben kann ich erledigen? Welche
  • Qualifikationen kann ich noch beruflich einsetzen?
  • Übernehme ich auch außerberuflich Verantwortung?

Erstellen Sie Ihr persönliches Eigenschaftenprofil

  • Kreativität Kontaktfähigkeit
  • Durchsetzungsfähigkeit
  • Teamgeist
  • Flexibilität
  • Lernbereitschaft
  • Selbstständigkeit
  • Mobilität

2. Ein überzeugender Lebenslauf

Der Lebenslauf ist die entscheidende Unterlage, anhand derer Sie beurteilt werden. Häufig ist das erste Beurteilungskriterium, das der Betrachter aus Ihrem Lebenslauf ermittelt, die durchschnittliche Verweildauer in den einzelnen beruflichen Positionen. Wenn er überzeugen soll, sollten er möglichst individuell und aktuell auf den angepeilten Arbeitsplatz zugeschnitten sein. Der Lebenslauf sollte knapp und sachlich sein und alle möglichen Fragen zu Ihrem Werdegang klar beantwortet. Er sollte nicht länger als 2 DIN A4-Seiten lang sein. Ein tabellarisch gestalteter Lebenslauf, ausgedruckt und nicht handgeschrieben, gilt heute als Standard.

Angaben zur Person

  • Geben Sie Namen, Geburtsdatum und -ort sowie den Familienstand an.
  • Wenn Sie Kinder haben, geben Sie sie mit Geschlecht und Alter an.
  • Keine Geburtsnamen, Hochzeitsdaten, Namen der Kinder, etc.
  • Namen und Beruf Ihrer Eltern haben im Lebenslauf nichts zu suchen.
  • Vermeiden Sie die Auflistung alltäglicher Hobbys. Hobbys sind nur dann sinnvoll, wenn Fähigkeiten vermittelt werden, die den Anforderungen des Stellenangebots entsprechen. Beispiel: Teamsportart = Teamfähigkeit

Zur Ausbildung

  • Bei mehr als zehn Jahren Berufspraxis sollten Sie nur den letzten abgeschlossenen Ausbildungsschritt anführen. Ansonsten alle Schritte inklusive Grundschule.
  • Geben Sie die Art der Schule oder des Institutes, den Abschluss und beim letzten Abschluss die Abschlussbewertung an. Die Bundeswehr bzw. den Zivildienst mit Datum, Ort, Aufgabe und Waffengattung und letztem Dienstgrad angeben.
  • Keine Ausbildungsnachweise und Bescheinigungen von Fähigkeiten, die nicht in der Stellenanzeige genannten werden.
  • Zusatzqualifikationen oder Fortbildungsmaßnahmen angeben, die in Bezug zur ausgeschriebenen Stelle stehen.
  • Legen Sie für alle angeführten Fortbildungen Zeugniskopien bei.

Zum Beruf

  • Berufliche Schritte klar darstellen: Firma, Ort, Aufgabe, Verantwortung.
  • Änderungen der Position innerhalb derselben Firma nicht in der linken Spalte zeitlich herausstellen.
  • Vom Unternehmen begründete Schritte (Konkurs, Umzug in eine andere Stadt, etc.) im Lebenslauf mit angeben.

Allgemeines

  • Alle Zeitangaben im Lebenslauf sollten möglichst genau sein, die Jahreszahl (2006) und auch den Monat hinzufügen (3/06).
  • Achten Sie darauf, dass der Lebenslauf lückenlos ist. Einzelne Monate ohne Beschäftigung sollten klar sein, zum Beispiel: "Nov 2008 Aufenthalt in USA" oder "Juni 2008 arbeitslos".
  • Liegt die Verweildauer in den einzelnen Positionen unter 2 Jahren oder hatten Sie insgesamt mehr als 8 Arbeitgeber, besteht die Gefahr dass sie schon sehr früh im Selektionsprozess aussortiert werden. Vermeiden Sie dies und erläutern Sie die besonderen Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
  • Persönliche Gründe für einen Unternehmenswechsel, wie zum Beispiel Heirat, Scheidung oder Todesfall in der Familie sollten erwähnt werden.

3. Das richtige Anschreiben

Das Anschreiben soll überzeugen und für den Bewerber einnehmen. Es ist neben dem Lebenslauf die wichtigste Komponente in einer Bewerbung.

Der Anschreibenkopf

Das Anschreiben besteht aus einem DIN A4-Blatt. Auf diesem Blatt muss Ihre Adresse, die Adresse des Unternehmens, eine Betreffzeile, der eigentliche Anschreibentext, das aktuelle Datum, Ihre Unterschrift und die Anlagenbezeichnung enthalten sein.

  • Die Firmenadresse gehört in die Position: links oben unter den Absender.
  • Achten Sie auf die fehlerfreie Nennung des Firmennamens, besonders auf die Rechtsform.
  • Der in der Anzeige genannte Sachbearbeiter gehört mit in die Adresse Ihres Anschreibens.
  • Schreiben Sie in die Betreffzeile, auf welche Anzeige Sie sich beziehen, wo und wann die Anzeige erschien.
  • Als Anrede verwenden Sie die persönliche Form: "Sehr geehrter Herr Meier,". Machen Sie keine Schreibfehler in dem Namen. Nach der Anrede empfiehlt sich ein Komma, das liest sich flüssiger als mit Ausrufezeichen.

Der Anschreibentext

Der Anschreibentext gliedert sich in 3 Bereiche, ohne diese Gliederungsbereiche im Text hervorzuheben:

Bereich Qualifikation

  • Beschreiben Sie Ihre Qualifikation, gehen Sie dabei auf die Anzeige ein und erläutern Sie, mit welchen Ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen die im Anzeigentext dargestellten Aufgaben bewältigt werden.

Bereich Motivation

  • Beschreiben Sie warum Sie diese Aufgabe übernehmen möchten. Was interessiert Sie an dieser speziellen Aufgabe? Schreiben Sie ruhig, wenn es den Tatsachen entspricht, was an dem Unternehmen oder den Produkten des Unternehmens sie begeistert.
  • Wenn Sie eine ungekündigte Stellung verlassen wollen, erklären Sie die Motivation dafür, z. B.: " ... gibt es für mich keine Chancen, mich beruflich weiterzuentwickeln..."

Bereich Übergang

  • Fordern Sie das Unternehmen zur Kontaktaufnahme auf. Bieten Sie an, Ihre Qualifikation bei einem persönlichen Gespräch zu überprüfen. Falls Sie schwer zu erreichen sind, erklären Sie, wann und wie die beste Möglichkeit besteht, mit Ihnen telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Anfang

  • Vermeiden Sie als Eingangssatz "Hiermit bewerbe ich mich...". Verwenden Sie statt dessen "in Ihrer Anzeige vom ... beschreiben Sie eine berufliche Aufgabe, die mich besonders interessiert ", "... mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen und möchte mich Ihnen als ... vorstellen".
  • Zusätzliche Information wie Referenzen lassen sich gut im P.S. einsetzen: "Auf Wunsch nenne ich Ihnen Namen und Telefonnummern meiner bisherigen Vorgesetzten als Referenz."
  • Zur Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen haben Sie drei Möglichkeiten, zu der es aber keine Regel gibt: 1. Sie ignorieren die Aufforderung und riskieren aussortiert zu werden. 2. Sie nennen einen Betrag. 3. Sie finden eine Formulierung nach dem Muster "Bei einem persönlichen Gespräch, in dem ich mehr zur Position und deren Umfeld kennenlernen möchte, kann ich meine fairen Gehaltsforderungen klar formulieren.“ ?

Abschluss

  • Sätze wie "Für weitere Auskünfte stehe ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch - vorab auch gerne telefonisch - zur Verfügung." oder "Sollten Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zusagen, stehe ich Ihnen gerne zu einem Vorstellungsgespräch zur Verfügung."?
  • Als Abschied wird die Unterschrift eigenhändig nicht zu klein/nicht zu groß möglichst mit Füller unterschreiben. Nicht mit einem Kugelschreiber unterschreiben. "Mit freundlichen Grüßen" ist die Abschiedsformel.
  • Wichtig: Achten Sie auf Schreibfehler, vor allem in der Adresse des Unternehmens. Und lassen Sie den Text von anderen Personen gegenlesen.?
Arbeitslos – was nun?

Tipps und Strategien für Menschen ohne Job

Der eigentliche Wert von Arbeit zeigt sich oft erst, wenn sie verloren wurde: Neben finanziellen Aspekten vermittelt ein fester Arbeitsplatz Wertschätzung und Selbstbewusstsein.

Neuorientierung mit Kind

Berufliche Reha bietet Perspektiven für Alleinerziehende

Sich bei einer drohenden Berufsunfähigkeit neu zu orientieren, das erfordert Kraft und Zeit. Noch schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn Kinder und Familie versorgt sein wollen.

Wieder fit für den Alltag

Ganzheitliche Rehabilitation beginnt mit der medizinischen Reha

Bei schweren Erkrankungen oder gravierenden seelischen Störungen setzt die medizinische Reha da an, wo ein Mensch einen Teil seines Lebens verloren hat: bei der Selbstständigkeit.

Arbeitslos – was nun?

Der eigentliche Wert von Arbeit zeigt sich oft erst, wenn sie verloren wurde: Denn neben den finanziellen Aspekten vermittelt ein fester Arbeitsplatz auch Wertschätzung und Selbstbewusstsein.

Man ist mittendrin im Geschehen, aktiv beteiligt an fachlichen und organisatorischen Abläufen und Diskussionen. Man steht – wie alle anderen – im morgendlichen Stau und kauft zwischen 18 und 20 Uhr ein. Und dann, nach der Kündigung, ist da plötzlich viel Zeit und Raum für Gedanken und Grübeleien. Unangenehme Behördenbesuche warten und häufig kommt man in Erklärungsnöte gegenüber Nachbarn und Freunden. Je nach Charakter sind vielleicht auch ein paar Tage Genuss darunter: einmal ausschlafen, Dinge ordnen, Kontakte vertiefen. Aber die innere Unruhe bleibt.

Stärken erkennen
Die Stellensuche wird viel Zeit in Anspruch nehmen: Sie werden Anzeigen studieren, Kontakte knüpfen, Bewerbungsunterlagen erstellen, sich bewerben... Bevor Sie aber in einen unermüdlichen Aktivismus verfallen, versuchen Sie einmal zu Papier zu bringen, was Ihre Stärken und Begabungen sind. Und was Sie gerne tun möchten. Prüfen Sie dabei nicht nur Ihre Ausbildungen, sondern auch persönliche Faktoren wie Ihr Einfühlungsvermögen, Ihre Kontaktfreudigkeit oder Ihr logisches Denken. Überlegen Sie – oder lassen Sie sich beraten – welche Berufe und Berufsfelder damit für Sie überhaupt in Frage kommen. Beziehungsweise, welche Fortbildungen oder Umschulungen dafür nötig wären. Vielleicht kommen Sie auch zu der Entscheidung, sich selbstständig machen zu wollen und eine eigene Firma zu gründen. Auch Zeitarbeit, befristete oder Teilzeit-Arbeitsverhältnisse sollten Sie wenigstens als Möglichkeit bedenken.

Gezielte Investitionen
Wenn nötig und möglich, können auch gezielte Investitionen die Aussichten auf eine Stelle erhöhen: Zum Beispiel für solide Bewerbungsunterlagen oder einen Intensiv-Sprachkurs. Natürlich ist es schwer, in seine berufliche Zukunft finanziell investieren zu müssen, wenn die verfügbaren Mittel sowieso knapp werden und sorgsam verwendet werden müssen. Doch erfahrungsgemäß verschlechtern sich die Aussichten, eine Stelle zu finden, mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit. Möglicherweise erhalten Sie hier Unterstützung. Fragen Sie Ihren Berater bei der Agentur für Arbeit danach.

Weiterbildung
Ein Beruf erfordert lebenslanges Lernen. Das können am Arbeitsmarkt nachgefragte Angebote sein, Seminare nach eigenem Interesse, Literatur, ein neues Computerprogramm oder die Begleitung durch einen Mentor.

Experten schätzen, dass heutzutage junge Berufseinsteiger Zeit ihres Arbeitslebens wenigstens in fünf ausbildungsfremden Berufen tätig sein werden. Vielleicht haben Sie Lust und die Freiheit, sich zusätzliches „arbeitsplatzfremdes“ Fachwissen anzueignen, sich sozusagen ein zweites Standbein aufzubauen.

Wohnortwechsel
Je nach Lebenssituation und Alter muss bei langfristiger Arbeitslosigkeit auch ein Wohnortwechsel in Betracht gezogen werden. Dabei ist natürlich ein 25-Jähriger, der noch zu Hause wohnt, in einer anderen Lage als der 53-jährige Familienvater, der sein Haus fast abbezahlt hat.

Ehrenamtliches Engagement
Nicht außer Acht zu lassen ist auch das ehrenamtliche Engagement – zum Beispiel bei städtischen Freiwilligenagenturen, christlichen Werken oder Gemeinden. Mitarbeit, egal ob haupt- oder ehrenamtlich, hat immer mit Vertrauen zu tun. Und über ehrenamtliche Mitarbeit kann Vertrauen wachsen und schließlich sogar in einer Anstellung münden. Ehrenamtliches Engagement schafft zudem Kontakte und man ist anderen eine sinnvolle Hilfe.

Kontakte pflegen
Wie Arbeitslosigkeit erlebt wird, hängt wesentlich von der Unterstützung durch Freunde und Bekannte ab. Pflegen Sie Ihre Beziehungen: Familie, Freunde, Nachbarn, Bekannte, Gemeinde, Kollegen, Geschäftspartner und zufällige Bekanntschaften. Seien Sie dabei nicht nur vorteilsuchend, sondern auch vorteilgebend. Auch Selbsthilfegruppen für Arbeitslose können eine gute Unterstützung geben.

Situationen klären
Oft dringen mit einer bestehenden Arbeitslosigkeit grundlegende Lebensfragen an die Oberfläche. Fragen nach dem Selbstwert, nach Lebensentwürfen, nach Perspektiven. Aber auch verdrängte Probleme, nicht bewältigte Situationen, unglückliche menschliche Beziehungen verlangen geradezu nach Klärung. Nutzen Sie die Zeit, die Sie nun haben, zu Gesprächen, vielleicht auch einmal mit einem Seelsorger.

Werte erkennen
Definieren Sie Ihren Wert nicht (und schon gar nicht ausschließlich) über den Besitz eines Arbeitsplatzes. Bestimmen und überprüfen Sie daher in regelmäßigen Abständen Ihre Lebensziele.

Zurück in den Beruf – auch mit Kind

Sich bei einer drohenden Berufsunfähigkeit neu zu orientieren, das erfordert Kraft und Zeit. Noch schwieriger gestaltet sich die Situation, wenn auch noch Kinder und Familie versorgt sein wollen. Und so stehen Alleinerziehende oft vor der Frage: Umschulung mit Kind – wie soll das gehen?

Es geht! Diese Erfahrung machte auch Heike F.: 20 Jahre lang war die junge Frau in einem Kaufhaus zuständig für Bett- und Tischwäsche. Nicht ihr Traumjob, aber als ihr Rücken sie zum Aufhören zwang, brach für die damals 36-Jährige dennoch eine Welt zusammen. Hoffnung machte ihr dann eine berufliche Umschulung in einem Berufsförderungswerk – die sie trotz ihrer familiären Verpflichtungen mit Erfolg absolvierte.

Via Internet zurück in den Beruf
Ein spezielles Umschulungsangebot für Mütter machte das möglich – Ausbildung in Teilzeit via E-Learning. Konkret bedeutete das, Präsenzphasen im BFW und PC- gestützte Lernzeiten zu Hause wechselten sich ab: Die Ausbildung im BFW begann morgens um 8.00 Uhr und endete mittags „pünktlich zum Essenkochen“, erzählt die zweifache Mutter. „Und nachmittags konnte ich die Hausaufgaben meiner Kinder kontrollieren.“ Die eigenen Hausaufgaben erledigte sie abends – am Computer, den ihr das BFW gestellt hatte.

Spezielle Angebote für Alleinerziehende
Aber auch für Alleinerziehende, die ihre berufliche Reha ganztags im Berufsförderungswerk absolvieren, ist es möglich, Ausbildung und Familie unter einen Hut zu bekommen: Dafür stehen spezielle Wohnbereiche – sogenannte Eltern-Kind-Apartments – zur Verfügung, die Teilnehmern mit Kind die besten Voraussetzungen für eine berufliche Rehabilitation bieten. Gerade für Alleinerziehende ist ein großes Maß an Organisation während der Ausbildung unabdingbar, in der Regel sind sie auf besondere Betreuungsangebote von Schulen und Kindergärten angewiesen. Hier steht das BFW den Teilnehmern beratend und unterstützend zur Seite, um die individuell passenden Einrichtungen zu finden. Die Finanzierung der Betreuung übernimmt nach Absprache der zuständige Kostenträger. Und vielfältige Freizeitangebote für Kinder und Eltern runden das Leben im „Zuhause auf Zeit“ ab.

Flexibel und umfassend
Ob Maßnahmen vor Ort im Berufsförderungswerk, wohnortnahe Qualifizierungen für Teilnehmer, denen eine Abwesenheit von zu Hause nicht möglich ist, oder E- Learning – das Angebot zur Betreuung und die flexiblen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Ausbildung machen den Weg frei für einen beruflichen Neuanfang. Auch mit Kind.

Wieder fit für den Alltag

Nach einem Unfall oder einer Akutbehandlung im Krankenhaus, bei schweren Erkrankungen oder gravierenden, seelischen Störungen setzt die medizinische Rehabilitation da an, wo ein Mensch einen wichtigen Teil seines Lebens verloren hat: bei der Selbstständigkeit.

Seinen Ursprung hat der Begriff Rehabilitation im Lateinischen – wörtlich übersetzt „wieder tauglich machen“. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird jedoch meist Wiederherstellung verwendet. "Wiederhergestellt" wurde auch Brigitte K.: Nach einer Operation, in der ihr ein neues Hüftgelenk eingesetzt wurde, wappnete sich die 49-Jährige in einer Spezialklink für die Rückkehr in den Alltag: „Ich musste das Gehen erst wieder neu erlernen.“ Schritt für Schritt: Wassergymnastik, Gangschule, Muskeltraining, Massage. Schließlich muss das Kunstgelenk mitmachen, wenn es zuhause wieder ans Treppensteigen geht. „Ohne die Reha hätte ich Angst gehabt, das neue Gelenk überhaupt zu belasten“, sagt die ehemalige Floristin.

Weder Kur noch Krankenhaus light
Deshalb ist medizinische Rehabilitation so wichtig: Patienten bekommen hier die Hilfen an die Hand, die sie unterstützen, mit ihrer Erkrankung zu leben: Frischoperierte üben, mit einem neuen Hüftgelenk Treppen zu steigen, Herzinfarktpatienten steigern unter ärztlicher Aufsicht allmählich ihr Alltagspensum, Schlaganfallpatienten trainieren gegen ihre Lähmung an. Wenn es medizinisch notwendig ist, genehmigen die Kassen oder Rentenversicherungsträger dafür in der Regel drei Wochen. Für Reha-Patienten bedeutet das einen dicht gespickten Stundenplan: Krankengymnastik, Beschäftigungs-Therapie, Ergometertraining, psychologische Beratung, Kochkurse oder medizinische Vorträge und Patientenschulungen stehen täglich auf dem Programm – medizinische Reha ist weder Urlaub noch Krankenhaus light, sondern wichtiges Standbein der im Krankenhaus begonnenen Therapie. Oft gehen Patienten direkt nach dem Krankenhausaufenthalt in die Reha, dann sprechen die Experten von einer Anschlussrehabilitation – kurz AR.

Enge Verzahnung mit beruflicher Reha
Die Bewältigung einer Krankheit oder die Besserung von Beschwerden mit medizinischer Unterstützung ist oft nur ein Teil der Wiederherstellung: Trotz der Unterscheidung in „medizinische“, „berufliche“ und „soziale Rehabilitation“ stehen die einzelnen Bereiche nicht isoliert nebeneinander – eine ganzheitliche Rehabilitation ist vielmehr ein Prozess, in dem die einzelnen Phasen ineinander greifen und sich gegenseitig ergänzen.

Insbesondere die berufliche Rehabilitation ist ein wichtige Etappe des Weges, auf dem Betroffene ihre Selbststän- digkeit und Lebensqualität zurückgewinnen: Idealerweise wird die Wiedereingliederung in das Arbeitsleben noch während der medizinischen Rehabilitation initiiert. Die enge Verzahnung verhindert lange Wartezeiten und fördert frühzeitig die Entwicklung neuer Lebens- und Berufsperspektiven. So auch bei Brigitte K.: Bereits während der medizinische Reha wurde deutlich, dass sie ihren Beruf im Blumenladen künftig nicht mehr ausüben können wird – die gelernte Floristin stellte bei ihrem zuständigen Rententräger einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und damit die Weichen für ihre berufliche Zukunft. In einem Berufsförderungswerk schulte sie erfolgreich um und steht heute nicht mehr hinter dem Tresen, sondern wickelt im Büro „ihres“ Blumenladens unter anderem den Einkauf ab.

Der Weg zur Reha

  1. Der Arzt bescheinigt, dass Sie eine medizinische Reha benötigen.
  2. Sie stellen einen Antrag beim zuständigen Kostenträger. Fragen Sie Ihren Arzt, ob er Ihnen hilft. Anträge erhalten Sie bei Ihrem zuständigen Rententräger oder im Internet.
  3. In einem offiziellen Bescheid teilt der Kostenträgen Ihnen schriftlich mit, ob die Reha bewilligt wurde und wo sie stattfinden soll.
  4. Widerspruch einlegen können Sie, wenn der Kostenträger die Reha abgelehnt hat oder Sie mit der Klinikauswahl unzufrieden sind. Dabei unbedingt die Fristen beachten: Innerhalb eines Monats muss der schriftliche Widerspruch beim zuständigen Kostenträger eingehen.
Auf der sicheren Seite

Krankengeld kompensiert Verdienstausfall bei längerer Krankheit

Bei einer Erkältung oder einem verstimmtem Magen gibt es vom Arzt den „gelben Schein“. Wer zwei Wochen nicht zur Arbeit gehen kann, muss sich finanziell keine Sorgen machen.

Der Weg zurück in den Job

Neue Perspektiven durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Auf der sicheren Seite

Wer kennt das nicht: Bei einer Erkältung oder einem verstimmtem Magen gibt es vom Arzt den sogenannten „gelben Schein“ – und eine Zeitlang Bettruhe. Wer eine oder auch zwei Wochen nicht zur Arbeit gehen kann, muss sich keine Sorgen machen, dass das Geld knapp wird. Wer aufgrund einer Krankheit oder nach einem Unfall arbeitsunfähig wird, also vom Arzt krankgeschrieben oder im Krankenhaus stationär behandelt wird, bekommt von seinem Arbeitgeber das Gehalt bis zu sechs Wochen in voller Höhe weiter ausgezahlt.

Was aber passiert, wenn man nach einer schwerwiegenden Erkrankung für längere Zeit am Arbeitsplatz ausfällt? Um den Verdienstausfall von Arbeitnehmern bei längerer Krankheit zu kompensieren, sorgt die Krankenkasse nach der sechswöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber dafür, dass der Versicherte nicht in ein finanzielles Loch fällt: Das Krankengeld ist in Deutschland eine vom Gesetzgeber vorgeschriebene Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Es beträgt 70 Prozent des Bruttoverdienstes, aber nicht mehr als 90 Prozent des Nettoverdienstes – bei Arbeitslosen entspricht das Krankengeld der Höhe des Arbeitslosengeldes – und wird für insgesamt bis zu 78 Wochen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren gezahlt.

Wie beim regulären Gehalt werden auch beim Krankengeld die Beiträge für die gesetziche Sozialversicherung abgezogen. Diese zu leistenden Abgaben werden im Vorfeld direkt von der Krankenkasse einbehalten und an den entsprechenden Versicherungsträger gezahlt.

Krankengeld nicht für jeden
Aber nicht alle gesetzlich Versicherten können Krankengeld beantragen. So haben beispielsweise Familienversicherte, also kostenlos mitversicherte Angehörige eines Mitglieds, oder Studenten keinen Anspruch darauf. Gleiches gilt für Selbstständige, die freiwillig gesetzlich versichert sind und keine entsprechende Zusatzversicherung abgeschlossen haben. Auch wer eine Rente erhält, hat in der Regel keinen Anspruch, die Ausnahmen sind die sogenannten Teilrenten, zum Beispiel wegen teilweiser Erwerbsminderung: In diesen Fällen erhalten Betroffene ein gekürztes Krankengeld, das heißt, es reduziert sich um den Betrag der entsprechenden Rente.

Krankengeld beantragen – aber richtig
Das Krankengeld erhält man nicht automatisch, es muss beantragt werden. Bei den meisten Krankenkassen gilt dabei folgender Ablauf: Der Versicherte erhält von seiner Kasse oder direkt vom Arzt einen sogenannten Auszahlschein, der sowohl vom Arzt als auch vom Versicherten ausgefüllt und unterschrieben werden muss. Darüber hinaus muss der Arbeitgeber eine Verdienstbescheinigung ausfüllen und der Krankenkasse zukommen lassen, damit diese die Höhe des Krankengelds berechnen kann. Erst wenn sowohl die Verdienstbescheinigung als auch der Auszahlschein bei der Krankenkasse eingetroffen sind, wird das Krankengeld gezahlt. Anträge auf die Zahlung von Krankengeld bieten fast alle Krankenkassen auf ihren Webseiten zum Download an. Mit dem Krankengeldrechner erhalten Sie schnell einen Überblick über den eigenen Krankengeld-Anspruch: zum Beispiel unter www.tk.de

Der Weg zurück in den Job

Gesundheit ist ein kostbares Gut. Aber auch ein zerbrechliches. Krankheit und Behinderung können jeden treffen und nicht selten ist dann der Arbeitsplatz gefährdet. Doch mit  beruflicher Rehabilitation können Betroffene schnell und nachhaltig ihren Weg zurück ins Arbeitsleben finden.

Es passiert schneller als man denkt: Ein Unfall oder eine schmerzhafte Erkrankung führen nicht selten zum beruflichen „Aus“. Doch der Gesetzgeber hat rechtliche Möglichkeiten geschaffen, damit Menschen nach einer Erkrankung oder einem Unfall nicht aus dem Arbeitsmarkt herausfallen – und damit ihr normales Leben weiterführen können. Berufliche Rehabilitation macht es möglich: Sie bietet Betroffenen neue Perspektiven und ebnet den Weg zurück in den Beruf. So wie medizinische Rehabilitation die Genesung fördert, stellt berufliche Rehabilitation die Beschäftigungsfähigkeit wieder her.

Erst krank – dann arbeitslos?
Arbeit ist gerade für Menschen mit Handi­cap eine wichtige Voraussetzung für ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft. Darum hat der Gesetzgeber wichtige Bausteine geschaffen, die den Weg zurück ins Arbeitsleben ebnen bzw. eine drohende Arbeitslosigkeit verhindern. Diese sogenannten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA) umfassen zum Beispiel:

  • Hilfen, um einen bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten
  • Vorbereitungskurse
  • Bildungs- und Ausbildungsangebote
  • Eingliederungszuschuss
  • Übernahme vieler Kosten, die mit diesen Maßnahmen in Zusammenhang stehen

Aber Behinderung ist nicht gleich Behinderung – jeder Mensch verfügt über unterschiedliche Stärken und Schwächen und jeder Mensch benötigt eine individuelle Förderung, um beruflich wieder Fuß zu fassen. Gemeinsam mit dem jeweiligen Kostenträger – zum Beispiel der Rentenversicherung oder der Agentur für Arbeit – wird entschieden, welcher Weg im Einzelfall der richtige ist. Vorrangiges Ziel ist dabei, den Arbeitsplatz zu erhalten oder nach einem anderen geeigneten Tätigkeitsbereich im bisherigen Betrieb zu suchen.

Eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe gesundheitlich beeinträchtigter Menschen am Arbeitsleben ist eine entsprechende Ausstattung des Arbeitsplatzes: Es gibt eine Vielzahl von Hilfsmitteln, um das Arbeitsumfeld an die speziellen Bedürfnisse anzupassen – manchmal reicht schon ein höhenverstellbarer Schreibtisch oder eine Hebehilfe, um einen Arbeitsplatz zu erhalten. Ist eine Rückkehr in das bisherige Berufsfeld nicht möglich, bietet sich die Neuorientierung in einem neuen Beruf an. In den Berufsförderungswerken erhalten Betroffene unter anderem 

  • Fallspezifische Beratung
  • Vorbereitende Maßnahmen
  • Qualifizierungen/Umschulungen
  • Aktive Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt

Das kann zum Beispiel bedeuten, dass Betroffene im Umgang mit neuer Software geschult werden, spezielle Zusatzqualifikationen erwerben oder sogar eine ganz neue Ausbildung absolvieren. Jeder Teilnehmer wird kontinuierlich von einem Integrationsberater begleitet, der den Weg zurück ins Arbeitsleben schon während der Maßnahme ebnet und dafür sorgt, dass sich gesundheitliche Einschränkungen und berufliche Teilhabe miteinander vereinen lassen.

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